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Cardo SMARTH

Das neue Cardo SMARTH ist das erste speziell für HJC Helme entwickelte sowie von HJC freigegebene und empfohlene Kommunikationssystem, das die unbeschränkte Verständigung innerhalb von Gruppen ermöglicht.

Mit der Einführung der Dynamischen Netzwerk Kommunikation DMC (Dynamic Meshwork Communication) im Cardo PACKTALK und im Cardo SMARTPACK hat Cardo die Welt der Kommunikationstechnologie für Motorradfahrer verändert. Im Gegensatz zur linearen Verbindung bei Bluetooth basiertem Interkom verbindet DMC jedes Mitglied einer Gruppe mit jedem. Zudem ist DMC ein selbstanpassendes Netzwerk: Wenn sich Fahrer der Gruppe gegenseitig überholen oder außer Reichweite geraten, wird diese Veränderung im Netzwerk von DMC in Sekundenbruchteilen und für die Teilnehmer unmerklich überbrückt. Selbst wenn Fahrer die Gruppe verlassen haben und

später erneut dazu stoßen, werden sie automatisch wieder mit der Gruppe verbunden. Diese revolutionäre Technologie hat Cardo nun in das speziell für HJC Helme entwickelte SMARTH Kommunikationssystem implementiert. Mit dem SMARTH präsentiert Cardo ein System mit separatem Bedienelement und einem Steuerteil, das in den Helmkragen integriert und damit von außen fast unsichtbar ist. Lediglich das ultra-flache, aber großflächige Bedienteil ist von außen zu sehen, beeinträchtigt aber weder das Design noch die Aerodynamik des Helmes. Dank des modularen Aufbaus kann das ganze System innerhalb weniger Minuten ohne Werkzeug an die meisten HJC Helme montiert werden.

Das Interkom des SMARTH bietet neben dem DMC Modus auch noch einen Bluetooth Modus, damit die Kommunikation mit rein Bluetooth gestützten Systemen von Cardo und – dank der Cardo Gateway Technologie – auch von anderen Herstellern möglich ist. Der DMC Modus macht die unbegrenzte Kommunikation zwischen bis zu vier Teilnehmer auf eine terrainbedingte Entfernung von bis zu 3,6 Kilometern möglich. Der Bluetooth Modus ermöglicht zusätzlich die Verständigung zwischen bis zu vier Teilnehmern im Konferenzmodus sowie bis zu neun Motorradfahrern im Pendelmodus auf eine terrainbedingte Entfernung von bis zu 1,2 Kilometern von Bike zu Bike. Die Cardo Click-to-link Funktion ermöglicht im Bluetooth Modus auch spontane Gesprächsaufnahme ohne vorherige Koppelung.

In das Steuergerät des SMARTH ist zudem ein FM Radio mit RDS, sechs Senderspeichern und automatischem Sendersuchlauf integriert. Dank Music Sharing kann der Fahrer gemeinsam mit dem Beifahrer dieselbe Musik hören, dank Radio Sharing sogar mit einem anderen Motorradfahrer zusammen denselben Radiosender. Die Bedienung des SMARTH ist kinderleicht – nicht zuletzt dank der intuitiven Menüführung, die in mehreren Sprachen über Sprachbefehle erfolgen kann.

Über die Interkom-Funktionen hinaus erlaubt das SMARTH die gleichzeitige Verbindung zu zwei Bluetooth-fähigen Geräten wie Smartphones oder Navigationsgeräten. Auf dem Telefon eingehende Gespräche können wahlweise manuell oder sprachgesteuert angenommen oder abgelehnt werden. Das SMARTH ermöglicht den Einsatz von Kurzwahlen sowie Telefonkonferenzschaltungen über das Interkom. Bei allen Anwendungen erfolgt eine automatische Lautstärkeanpassung entsprechend der Umgebungsgeräusche und der Fahrgeschwindigkeit. Musik und Navi-Anweisungen sind auch während der Nutzung des Interkoms zu hören.

Die Software des neuen SMARTH lässt sich per USB-Anschluss über einen Computer auf der Website der Cardo Community aktualisieren, die Konfiguration des Geräts kann dank der kostenlosen SmartSet App für Android und iOS auch über ein kompatibles Smartphone oder Tablet erfolgen. Das neue Cardo SMARTH hat mit einer Batterieladung eine Sprechzeit von bis zu 13 Stunden und ist im Fachhandel oder im Cardo Onlineshop zu haben – auf Wunsch auch als SMARTH DUO im Doppelpack mit zwei bereits gekoppelten Steuereinheiten. Das Cardo SMARTH ist wasserdicht und staubdicht (IP 67).

 

Grenzerfahrung

Lange schon spukt es in unseren Köpfen herum, das Thema Ligurien und ligurische Grenzkammstraße. Vieles haben wir über die Jahre darüber gelesen, uns Videos dazu auf YouTube angeschaut, um uns ein Bild machen zu können. Was wird uns dort wohl erwarten. Und definiert sich diese gesamte Gegend wirklich nur über diese Straße, oder gibt es da auch noch etwas Anderes zu entdecken?

Anfang Juni machen sich Marc, Klaus, Sascha und ich auf den Weg nach Bajardo in ein B&B http://www.cameliedelbosco.com/index.php/en/, dass oberhalb des Ortes in den Bergen liegt. Mitten in der Natur beziehen wir unsere Zimmer bei Valeria und ihrem Mann und starten von dort aus unsere Tagestouren. Und schon die ersten Kurven zur Hauptstraße lockern gleich einmal alles in uns auf. In diesem Rhythmus geht es unten angekommen dann anschließend auf den Strecken der Touren weiter. Die Straßen sind zumeist eng, mit zum Teil heftigen Schlaglöchern und hin und wieder einer Hand voll Split in den Kurven gespickt. Es ist also Vorsicht und Konzentration geboten, denn schnell hat man sich verhoppast und kommt danach nur langsam wieder zurück in den Kurventritt. Relativ unbeeindruckt davon gibt sich allerdings meine Begleitung. Die Suzuki V-Strom 650 XT läuft ausgezeichnet und bietet zudem den nötigen enduristischen Anteil an Federwegen der hier gefragt ist. Auf diese Art und Weise lässt es sich durch die Wälder und über die Freiflächen cruisen bis hin zu unserem heutigen Ziel der Grenzkammstraße, wo das eigentliche Abenteuer beginnt. 

Nach einem letzten Cappuccino am Colle Melosa gehen wir dem Mythos auf den Grund und starten mitten hinein in die mächtige Natur. Auf den ersten Metern sieht das alles noch sehr harmlos aus, wird aber schnell ganz anders. Grobschotterische Stücke mit faustgroßen Steinbrocken, wechseln mit einer Art tiefen Splitbänken ab und frei gespülte Steinplatten kommen zum Vorschein. Die Reifen kämpfen um Traktion und für einen ahnungslosen Nichtenduristen wie mich, ist es grade eine echte Herausforderung. Wobei ich mit der Suzi noch eine sehr gute Wahl meines Gefährtes getroffen habe. Kollege Klaus auf seiner 17 Jahren alten TDM 850 hat aufgrund mangelnder Bodenfreiheit mehr zu kämpfen und Sascha mit der KTM SMT, weiß nun endlich warum breite Reifen nur optisch toll sind, bei solchem Gelände aber eher nachteilig. Marc indes hat Übung durch seinen Guidingjob und auf seiner GS sieht das alles sehr geschmeidig aus. Mit Zwischenstopps für Film und Foto kommen wir Spitzkehre um Spitzkehre bergauf. Dabei zieht uns die Natur immer mehr in den Bann, denn der Blick wird weiter, der mittlerweile aufgekommene Nebel verzieht sich und die Sonne kämpft sich ihren Platz am Himmel zurück. Sie erfüllt diese gesamte Szenerie mit dem Gefühl des Spätfrühlings und vor allem auch mit Wärme. Klaus macht es indes auf die harte Tour, während Sascha, Marc und ich zusammen bleiben treffen wir unseren Gefährten gefühlte Stunden später Rillo rauchend und ziemlich fertig am Straßenrand sitzt wieder. Was ihm in diesem Moment durch den Kopf geht weiß ich nur zu gut und insgeheim bin ich froh darüber, dass meine BMW zu Hause in der Garage steht und das hier nicht mitmachen muss. Aber da wir nun alle wieder zusammen sind, bietet es sich sowieso an den Picknickkorb auszupacken und die T-Shirts in der Sonne zu trocknen. Schweigen die Motoren erst einmal kommt gespenstische Ruhe auf und nur der Wind singt sein Lied in den Gipfeln über uns. Wie sich das wohl in den Festungen hier oben in den Kriegsjahren angefühlt haben muß? Zum Glück sind heute friedlichere Zeiten und diese Geisterhäuser mittlerweile nur noch nutzlose Ruinen oder gar komplett zerfallen. Mit den Gesprächen untereinander kommt bei uns langsam die Stimmung wieder zurück, die bei der Auffahrt etwas verloren ging. Realdo liegt nun vor uns und von hier ab geht es nur noch talwärts. (Nur noch